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Entscheidungen

In Entscheidungen on 08. Mai 2008 at 11:22

„Was nun?“ – das ist eine der größten Fragen, wenn es um Veränderungen in unserem Leben geht. Vor allem, wenn man für sich selbst keine Richtung gefunden oder diese wieder verloren hat. Und Unsicherheit über die Zukunft erleben wir immer wieder. Wer einen neuen Beruf sucht oder andere Pläne schmiedet, ist sich zunächst nicht sicher, ob die Entscheidung richtig ist.

Eines ist jedoch sicher: Gott hat uns nicht geschaffen, um unwissend zu sein. Eine Zusammenfassung von Mary Baker Eddy nennt Gott „the all-knowing, all-seeing, all-acting, all-wise, all-loving, and eternal“ (Science and Health with Key to the Scriptures, Seite 587). Der „all-wissende“ Gott ist sich stets seiner Schöpfung bewußt und so ist niemand von uns vergessen, ziellos oder dem einen oder anderen gegenüber bevorzugt.

Der „all-sehende“ Gott ist nicht wie ein Mensch mit der Fähigkeit zu interpretieren, alles zu sehen und zu verstehen. Er ist unendlicher Verstand, die Quelle aller Intelligenz und Einsicht, und sieht uns als Seine Idee. Von Gott „gesehen“ zu sein bedeutet, von Natur aus gut und uneingeschränkt zu sein.

Der „all-handelnde“ Gott ist unser absoluter, exklusiver Motivator und Richtungsweiser. Die Schöpfung ist Gottes fortdauernder Ausdruck seiner selbst, sein aktives Wissen seiner gesamten Existenz. Als das Ergebnis seiner zeitlosen und kreativen Kräfte sind wir mit spiritueller Autorität, Zuversicht und Stabilität ausgestattet.

Auf diese Weise über Gott nachzudenken entledigt uns vieler Qualen und Verwirrungen. „Was nun?“ – diese Frage bezieht sich auf unsere Identität, was wir sind und wie wir uns sehen. Diese Identität erhalten wir ohne irgendeinen Aufwand und jederzeit von Gott. Als „in his image, after his likeness“ (Genesis 1) ist jeder Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen. Überflüssig und nutzlos zu sein, ist nicht Teil der Schöpfung Gottes.

Der Apostel Paulus schrieb, wie unser Verhältnis zu Gott sicherstellt, daß unsere Existenz einen Sinn hat: „We know that all things work together for good to them that love God, to them who are the called according to his purpose“ (Rom. 8:28). So ist es tatsächlich unsere Liebe zu Gott, die das Gute in unserem Leben zum Vorschein bringt. Paulus wußte dabei sehr wohl, wovon er sprach. Er war bekannt und gefürchtet unter seinem Namen Saulus und hatte einst das Ziel, die Christen auszurotten. Aber in seiner Zuwendung zu Gott erhielt er eine neue Aufgabe und wurde zum Felsen jener Bewegung, die er zuvor zerstören wollte und ein Wortführer der Christenheit, dessen Aussagen seit über 2000 Jahren Gewicht haben.

Die Geschichte des Apostel Paulus verdeutlicht, wie sich Gott im Leben eines Menschen bemerkbar macht, der dachte, seine Bestimmung bereits gefunden zu haben. Und gerade weil Paulus sich seines Lebensweges so sicher war, beschreibt Mary Baker Eddy dies als eine Form von Unsicherheit. Saulus änderte sich durch die Hinwendung und Öffnung zu Gott. Gebete und Gedanken zeigten ihm einen besseren Weg auf und sein Leben wurde dadurch wertvoll.

Wer von uns sich mit dem nächsten Lebensschritt beschäftigt und dabei unsicher ist, kann auf seine spirituellen Sinne vertrauen. Dies bedeutet die Anerkennung Christi und dessen unzweifelhafter Verpflichtung dem Guten gegenüber, das in jedem menschlichen Bewußtsein vorhanden ist. Auf spirituelle Sinne demütig und vertrauensvoll zu hören, läßt Zweifel verschwinden und schafft Hoffnung und Vertrauen in die eigenen Stärken. Das Ergebnis ist die Erkenntnis, welche beruflichen und privaten Kontakte helfen, welche Ziele wir wirklich haben und daß wir Mut und Inspiration gewinnen, unserem Leben eine neue Richtung zu geben.

Gefragt, was denn nun sein wird, können wir uns vertrauensvoll daran erinnern, daß Gottes unendliche Weisheit und Liebe uns die nötigen Antworten geben wird.

Dieses Haus können Sie nicht verlieren!

In Hoffnung on 29. April 2008 at 20:39

CNNmoney.com berichtet, daß Zwangsvollstreckungen von Hauskrediten in den USA im Jahr 2007 auf 405.000 Fälle anstiegen. Der Markt für Immobilien macht es bei fallenden Preisen sehr schwierig, Häuser zur Finanzierung von Kreditschulden halbwegs lukrativ zu verkaufen.

Doch Häuser sind nicht nur materiell wertvoll und es macht traurig, an Menschen zu denken, die in diesen Tagen ihr Zuhause verlieren. Dennoch stimmt ein Gedanke versöhnlich, daß ein „Haus“ nicht immer auch eine „Heimat“ sein muß.

Während Menschen durch die Kreditkrise ihre Häuser verlieren, ist es doch eine Tatsache, daß jeder von uns eine spirituelle Natur besitzt und diese unsere eigentliche Heimat ist. Das bestätigt sich immer mehr und wird dadurch klarer, wenn wir uns Gott zuwenden und Freude, Ruhe, Mitgefühl, Liebe und Geduld finden. Das ist der Mittelpunkt unseres Daseins. Was auch immer mit unserem materiellen Zuhause geschieht, wir können niemals aus der Heimat unserer wahren Existenz vertrieben werden.

Wenn die Verzweiflung über den Verlust des Hauses allzu sehr schmerzt, können wir auf die beständige und allgegenwärtige Liebe Gottes vertrauen. Gott gibt uns Stärke und Führung, die wir brauchen und sofort erfahren können. Es hilft, eine mentale Inventur unserer eigenen Person zu machen. Dann zu erkennen, daß diese Qualitäten völlig unabhängig von materiellem Gewinn oder Verlust vorhanden sind, ist so sehr hilfreich, über Rückschläge und Demütigungen hinwegzukommen.

In der Bibel heißt es: „In him [God], we live, and move, and have our being“ (Acts 17:28). Wir sind von unendlicher Liebe Gottes und seiner Intelligenz, Weisheit, Stärke und Güte umschlossen und beschützt. Haben wir das erkannt, verliert sich alle Furcht und der Weg in persönliche langfristige Stabilität und Sicherheit beginnt.

Jesus hat dies verstanden. Am Anfang seines Wirkens folgten ihm zwei Männer. Sie waren Jünger von Johannes dem Täufer, der ihnen sagte, Jesus sei das „Lamm Gottes“. Als Jesus sie fragte, wohin sie denn wollten, antworteten sie mit der Gegenfrage, wo er denn wohne. „He saith unto them, Come and see. They came and saw where he dwelt, and abode with him that day“ (John 1:38, 39).

Diese Männer wurden Jesu Jünger. Aber was war so unwiderstehlich an der Heimat Jesu, daß die Männer ihm sofort folgten? Es handelte sich gewiß nicht um einen beeindruckenden Palast. Sie waren vielmehr fasziniert von der Gewißheit Jesu, untrennbar von Gottes Liebe und Harmonie zu sein und sie verstanden, daß er nicht nur dort lebte sondern dieses spirituelle Bewußtsein die Identität eines jeden Menschen ist.

Jesus sagte auch allen anderen Menschen, daß diese „Heimat“ für jeden von ihnen vorhanden ist. Dort gibt es keine Schulden, keinen Wertverlust, keine Ungerechtigkeit, keine ruinierten Existenzen. Das Bewußtsein Göttlicher Liebe kann niemand wegnehmen.

Mary Baker Eddy sagte einst. „The real house in which ‘we live, and move, and have our being’ is Spirit, God, the eternal harmony of infinite Soul. The enemy we confront would overthrow this sublime fortress, and it behooves us to defend our heritage“ (Pulpit and Press, Seite 2).

Die spirituelle Substanz der Heimat, die ewige Harmonie der unendlichen Seele ist mit der Kraft des Verstandes, den Ressourcen der Seele und der Inspiration des Geistes ausgestattet – über alles dieses verfügen wir Menschen als Ebenbild Gottes.

Das Göttliche Gesetz bringt Harmonie, die nicht von Märkten und Menschen abhängt ist und von diesen nicht weggenommen werden kann.

Wenn sich die Bedrohung des Verlustes des eigenen Heims stellt oder ein neues Haus nicht finanzierbar erscheint, gibt es dennoch so viel Hoffnung. Es ist Gottes große Freude, uns zu zeigen, daß wir untrennbar von seiner Göttlichen Liebe sind. Je mehr wir uns dieser Liebe bewußt sind, gewinnen wir Ruhe und Stärke. Aus dieser Sicherheit heraus finden wir mit Leichtigkeit die klaren Gedanken zur Lösung dieser bedrohlichen Situation.