MvM

Archiv für 2008

Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit

In Erkenntnis on 21. Mai 2008 at 15:30

Jeden Tag fällen wir Entscheidungen, die unseren Sinn für Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit betreffen. Einige mögen gewichtig sein und zahlreiche Menschen betreffen. Wiederum andere erscheinen weniger bedeutsam: Halte ich um 2 Uhr in der früh an einer roten Ampel auch wenn niemand sonst auf der Straße zu sehen ist? Drängel ich mich an der Kasse vor? Versuche ich unter falschem Vorwand, mir einen kleinen Vorteil zu erschleichen?

Obwohl die meisten unserer täglichen Entscheidungen nicht das Gesetz brechen oder schwerwiegende schlimme Folgen haben, ist doch unser Charakter sowohl durch diese kleinen wie auch großen Entscheidungen definiert. Immer wieder wird der Wunsch, ein ehrliches und moralisches Leben zu führen auf den Prüfstand gestellt. Unser Verhalten zeigt, wer wir nämlich wirklich sind und es gibt uns doch zugleich die Möglichkeit, unsere Gott-gegebene Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit zum Ausdruck zu bringen.

Aber kann eine kleine Lüge solch eine große moralische Bedeutung im Leben erlangen? Fragen wir uns doch, wie viele Lügen machen einen Lügner aus? Aus Sicht dessen, der belogen wurde, genügt eine einzige Lüge. Das heißt nicht, daß wir eine durch Unwahrheiten geschädigte Beziehung nicht wieder reparieren können. Doch warum sollten wir bewußt durch falsche Worte alles aufs Spiel setzten, woran wir so lange gearbeitet haben? Und wollen wir wirklich so viel Energie aufbringen, um die Lüge nicht auffliegen zu lassen?

Auf der anderen Seite benötigt Ehrlichkeit überhaupt keinen heuchlerischen Aufwand. Sie hilft uns vielmehr, uns selbst zu stärken und die Gedanken klar und frei von Verwirrungen zu halten. Das Leben mit Integrität zu meisten, gibt uns sogar wohltuende Freiheit, da es nichts zu vertuschen gibt, keine Schuld zu verarbeiten ist und wir eine klare Richtlinie haben, auf alle täglichen Situationen zu reagieren. Anstatt sich in Lügennetzen zu verstricken, die uns jederzeit eine Falle stellen können, vermögen wir vielmehr ohne selbst angelegte Fesseln liebenswerte Beziehungen auf der Basis gegenseitigen Vertrauens zu genießen.

In Science and Health with Key to the Scriptures von Mary Baker Eddy ist zu lesen: „Honesty is spiritual power. Dishonesty is human weakness, which forfeits divine help“ (Seite 453). Und Jesus sagte: „Ye shall know the truth, and the truth shall make you free“ (John 8:32). Ehrlichkeit ist demnach spirituelle Kraft und wer die Wahrheit sucht, ist frei. Aber wie können wir die Wahrheit suchen, wenn wir nicht in unseren Motiven und Handlungen aufrichtig sind? Ist es wirklich immer so leicht, aufrichtig zu sein? Natürlich nicht!

Wenn Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit ins Abseits geraten, erscheint es schwierig, Ansichten und Verhalten zu ändern, die es bequem machen zu sagen, daß es schon irgendwie in Ordnung ist, zu lügen. Aber Göttliche Wahrheit – eine andere Bezeichnung für Gott – offenbart sich jedem Menschen, der darum bittet, das Richtige zu tun. Wir sind alle als Söhne und Töchter Gottes im Ebenbild dieser Göttlichen Wahrheit geschaffen und dieses Wissen gibt uns alle Kraft, den trügerischen Vorteilen der Lüge zu widerstehen.

Es ist eine angeborene Fähigkeit des Menschen als Ebenbild und Gleichnis des wahrheitsliebenden Gottes, moralisch gute Entscheidungen im Leben zu treffen. Die Freiheit aus richtigen Entscheidungen – ob klein oder groß – ist den Aufwand allemal wert und wird von der Göttlichen Kraft getragen, die universell und harmonisch ist.

Der spirituelle Vorrat

In Problembewältigung on 13. Mai 2008 at 15:07

In einer populären Kolumne des „Wall Street Journal“ war kürzlich die Empfehlung zu lesen, den Haushaltsvorrat an Grundnahrungsmitteln zu erhöhen bevor die Preise dafür weiter steigen. Der Autor gab zu bedenken, daß bei niedrigen Zinsen und künftig steigenden Preisen für Rohstoffe, Investitionen in Gemüse und andere Lebensmittel eine weitaus bessere Geldanlage sei, da diese entsprechend die teuer würden.

Sicherlich ist es keine schlechte Idee, über Vorräte und Ressourcen für unerwartete Notsituationen zu verfügen. Allerdings hat nicht jeder von uns die Möglichkeit, säckeweise Mehl oder kiloweise Dosenfleisch einzukaufen. Und ob dies überhaupt sinnvoll ist, stellt eine ganz andere aber wichtige Frage dar.

Deshalb ist eine tiefergreifende Überlegung zu diskutieren. Was bevorraten wir eigentlich in unseren Gedanken? Treffen wir beim Gemüseinkauf eine ökonomische Bedarfsentscheidung oder reagieren wir nur auf die Panikmache in den weltweiten Medien?

Furcht ist keine intelligente Motivation und wenn wir uns davon beeinflussen lassen, machen wir letztlich nur kostspielige Fehler und dies sogar auf Kosten anderer, schwächerer Menschen. Entscheidungen aus Furcht heraus schließen Gott aus jeglichen Begründungen und Überlegungen aus und damit starten wir von Anfang an unvermeidlich in die falsche Richtung.

Gedanken mit Gott zu beginnen, gibt uns zunächst die Gewißheit, daß Er unsere Bedürfnisse kennt und uns zu klugen Entscheidungen und Handlungen führen wird. Gott ist der Mittelpunkt allen Lebens und alles, sowohl Lebensmittel, Öl und andere Rohstoffe haben einen spirituellen, göttlichen Ursprung. Wir verfügen bereits über alles, was wir brauchen, einfach weil Gott fortdauernd an unserer Seite steht. Dieses Verständnis benötigen wir dringend in unserem mentalen Vorrat.

Mary Baker Eddy schrieb: „God gives you His spiritual ideas, and in turn, they give you daily supplies. Never ask for tomorrow: it is enough that divine Love is an ever-present help; and if you wait, never doubting, you will have all you need every moment“ (Miscellaneous Writings 1883-1896, Seite 307).

Sie sprach sich keineswegs gegen den Kauf zusätzlicher Vorrräte des täglichen Lebens aus. Im Gegenteil, Mary Baker Eddy lebte in einer Zeit, da die Bevorratung von Lebensmitteln notwendig war und Armut und Mangel in vielen Haushalten herrschte. Vielmehr schlug sie ein Umdenken vor: Wir verstehen uns zu allererst als Kinder Gottes und Gott kümmert sich um unsere Nöte, indem wir seine Ideen durch Gebet verstehen und dadurch unsere Existenz mit den richtigen Entscheidungen ohne Furcht sichern können.

Gott ist Liebe und seine Liebe zu uns ist die Grundlage, auf die wir vertrauen können. So finden wir immer Sicherheit in den Armen unseres Beschützers. Die Bibel hält zahlreiche Beispiele dieser Sicherheit bereit. Das Buch Exodus gibt beruhigende Zeugnisse, wie Gott die Bedürfnisse seines Volkes Israel auf der Suche nach einem besseren Land erhörte. Gott half den Israeliten viele Male, oft unverhofft und in großen Schwierigkeiten.

In einer anderen, inspirierenden Passage der Bibel steht Jesus einer hungrigen Menschenmenge gegenüber. Er bat um Gottes Segen und ihm wurde mehr als genug Brot und Fisch gegeben. Es blieb sogar noch etwas davon übrig und dies wurde selbstverständlich aufgehoben (vgl. Matthäus 15, Johannes 6).

In beiden Situationen hatten die Menschen und auch ihre Anführer keine besonderen Lebensmittelvorräte als sie aufbrachen, um Gott zu folgen. Essen wurde ihnen gegeben aber weitaus wichtiger war die Erkenntnis, daß das Gute von Gott kommt, der uns liebt und an unserer Seite ist, gleichgültig wie schwierig die Lage auch sein mag. Moses und Jesus zeigten den bedürftigen Menschen damals wie auch heute, daß wir mit Gott an erster Stelle in unserem Leben und mit dem uneingeschränkten Vertrauen auf Ihn immer Lösungen für jegliche Probleme finden werden.

Wenn es also darum gehen sollte, Lebensmittelvorräte anzuhäufen, ist es klüger, unsere mentalen Ressourcen zuerst zu überprüfen. Vertrauen wir auf Gott anstatt aus Furcht zu handeln, dann überlegen, entscheiden und handeln wir in Ruhe und Überlegenheit. Mit dem Wissen, in Gott geborgen zu sein sein, sind wir klügere Konsumenten, gelassenere Mitmenschen und verantwortungsvollere Bürger dieser Welt.

Entscheidungen

In Entscheidungen on 08. Mai 2008 at 11:22

„Was nun?“ – das ist eine der größten Fragen, wenn es um Veränderungen in unserem Leben geht. Vor allem, wenn man für sich selbst keine Richtung gefunden oder diese wieder verloren hat. Und Unsicherheit über die Zukunft erleben wir immer wieder. Wer einen neuen Beruf sucht oder andere Pläne schmiedet, ist sich zunächst nicht sicher, ob die Entscheidung richtig ist.

Eines ist jedoch sicher: Gott hat uns nicht geschaffen, um unwissend zu sein. Eine Zusammenfassung von Mary Baker Eddy nennt Gott „the all-knowing, all-seeing, all-acting, all-wise, all-loving, and eternal“ (Science and Health with Key to the Scriptures, Seite 587). Der „all-wissende“ Gott ist sich stets seiner Schöpfung bewußt und so ist niemand von uns vergessen, ziellos oder dem einen oder anderen gegenüber bevorzugt.

Der „all-sehende“ Gott ist nicht wie ein Mensch mit der Fähigkeit zu interpretieren, alles zu sehen und zu verstehen. Er ist unendlicher Verstand, die Quelle aller Intelligenz und Einsicht, und sieht uns als Seine Idee. Von Gott „gesehen“ zu sein bedeutet, von Natur aus gut und uneingeschränkt zu sein.

Der „all-handelnde“ Gott ist unser absoluter, exklusiver Motivator und Richtungsweiser. Die Schöpfung ist Gottes fortdauernder Ausdruck seiner selbst, sein aktives Wissen seiner gesamten Existenz. Als das Ergebnis seiner zeitlosen und kreativen Kräfte sind wir mit spiritueller Autorität, Zuversicht und Stabilität ausgestattet.

Auf diese Weise über Gott nachzudenken entledigt uns vieler Qualen und Verwirrungen. „Was nun?“ – diese Frage bezieht sich auf unsere Identität, was wir sind und wie wir uns sehen. Diese Identität erhalten wir ohne irgendeinen Aufwand und jederzeit von Gott. Als „in his image, after his likeness“ (Genesis 1) ist jeder Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen. Überflüssig und nutzlos zu sein, ist nicht Teil der Schöpfung Gottes.

Der Apostel Paulus schrieb, wie unser Verhältnis zu Gott sicherstellt, daß unsere Existenz einen Sinn hat: „We know that all things work together for good to them that love God, to them who are the called according to his purpose“ (Rom. 8:28). So ist es tatsächlich unsere Liebe zu Gott, die das Gute in unserem Leben zum Vorschein bringt. Paulus wußte dabei sehr wohl, wovon er sprach. Er war bekannt und gefürchtet unter seinem Namen Saulus und hatte einst das Ziel, die Christen auszurotten. Aber in seiner Zuwendung zu Gott erhielt er eine neue Aufgabe und wurde zum Felsen jener Bewegung, die er zuvor zerstören wollte und ein Wortführer der Christenheit, dessen Aussagen seit über 2000 Jahren Gewicht haben.

Die Geschichte des Apostel Paulus verdeutlicht, wie sich Gott im Leben eines Menschen bemerkbar macht, der dachte, seine Bestimmung bereits gefunden zu haben. Und gerade weil Paulus sich seines Lebensweges so sicher war, beschreibt Mary Baker Eddy dies als eine Form von Unsicherheit. Saulus änderte sich durch die Hinwendung und Öffnung zu Gott. Gebete und Gedanken zeigten ihm einen besseren Weg auf und sein Leben wurde dadurch wertvoll.

Wer von uns sich mit dem nächsten Lebensschritt beschäftigt und dabei unsicher ist, kann auf seine spirituellen Sinne vertrauen. Dies bedeutet die Anerkennung Christi und dessen unzweifelhafter Verpflichtung dem Guten gegenüber, das in jedem menschlichen Bewußtsein vorhanden ist. Auf spirituelle Sinne demütig und vertrauensvoll zu hören, läßt Zweifel verschwinden und schafft Hoffnung und Vertrauen in die eigenen Stärken. Das Ergebnis ist die Erkenntnis, welche beruflichen und privaten Kontakte helfen, welche Ziele wir wirklich haben und daß wir Mut und Inspiration gewinnen, unserem Leben eine neue Richtung zu geben.

Gefragt, was denn nun sein wird, können wir uns vertrauensvoll daran erinnern, daß Gottes unendliche Weisheit und Liebe uns die nötigen Antworten geben wird.

Dieses Haus können Sie nicht verlieren!

In Hoffnung on 29. April 2008 at 20:39

CNNmoney.com berichtet, daß Zwangsvollstreckungen von Hauskrediten in den USA im Jahr 2007 auf 405.000 Fälle anstiegen. Der Markt für Immobilien macht es bei fallenden Preisen sehr schwierig, Häuser zur Finanzierung von Kreditschulden halbwegs lukrativ zu verkaufen.

Doch Häuser sind nicht nur materiell wertvoll und es macht traurig, an Menschen zu denken, die in diesen Tagen ihr Zuhause verlieren. Dennoch stimmt ein Gedanke versöhnlich, daß ein „Haus“ nicht immer auch eine „Heimat“ sein muß.

Während Menschen durch die Kreditkrise ihre Häuser verlieren, ist es doch eine Tatsache, daß jeder von uns eine spirituelle Natur besitzt und diese unsere eigentliche Heimat ist. Das bestätigt sich immer mehr und wird dadurch klarer, wenn wir uns Gott zuwenden und Freude, Ruhe, Mitgefühl, Liebe und Geduld finden. Das ist der Mittelpunkt unseres Daseins. Was auch immer mit unserem materiellen Zuhause geschieht, wir können niemals aus der Heimat unserer wahren Existenz vertrieben werden.

Wenn die Verzweiflung über den Verlust des Hauses allzu sehr schmerzt, können wir auf die beständige und allgegenwärtige Liebe Gottes vertrauen. Gott gibt uns Stärke und Führung, die wir brauchen und sofort erfahren können. Es hilft, eine mentale Inventur unserer eigenen Person zu machen. Dann zu erkennen, daß diese Qualitäten völlig unabhängig von materiellem Gewinn oder Verlust vorhanden sind, ist so sehr hilfreich, über Rückschläge und Demütigungen hinwegzukommen.

In der Bibel heißt es: „In him [God], we live, and move, and have our being“ (Acts 17:28). Wir sind von unendlicher Liebe Gottes und seiner Intelligenz, Weisheit, Stärke und Güte umschlossen und beschützt. Haben wir das erkannt, verliert sich alle Furcht und der Weg in persönliche langfristige Stabilität und Sicherheit beginnt.

Jesus hat dies verstanden. Am Anfang seines Wirkens folgten ihm zwei Männer. Sie waren Jünger von Johannes dem Täufer, der ihnen sagte, Jesus sei das „Lamm Gottes“. Als Jesus sie fragte, wohin sie denn wollten, antworteten sie mit der Gegenfrage, wo er denn wohne. „He saith unto them, Come and see. They came and saw where he dwelt, and abode with him that day“ (John 1:38, 39).

Diese Männer wurden Jesu Jünger. Aber was war so unwiderstehlich an der Heimat Jesu, daß die Männer ihm sofort folgten? Es handelte sich gewiß nicht um einen beeindruckenden Palast. Sie waren vielmehr fasziniert von der Gewißheit Jesu, untrennbar von Gottes Liebe und Harmonie zu sein und sie verstanden, daß er nicht nur dort lebte sondern dieses spirituelle Bewußtsein die Identität eines jeden Menschen ist.

Jesus sagte auch allen anderen Menschen, daß diese „Heimat“ für jeden von ihnen vorhanden ist. Dort gibt es keine Schulden, keinen Wertverlust, keine Ungerechtigkeit, keine ruinierten Existenzen. Das Bewußtsein Göttlicher Liebe kann niemand wegnehmen.

Mary Baker Eddy sagte einst. „The real house in which ‘we live, and move, and have our being’ is Spirit, God, the eternal harmony of infinite Soul. The enemy we confront would overthrow this sublime fortress, and it behooves us to defend our heritage“ (Pulpit and Press, Seite 2).

Die spirituelle Substanz der Heimat, die ewige Harmonie der unendlichen Seele ist mit der Kraft des Verstandes, den Ressourcen der Seele und der Inspiration des Geistes ausgestattet – über alles dieses verfügen wir Menschen als Ebenbild Gottes.

Das Göttliche Gesetz bringt Harmonie, die nicht von Märkten und Menschen abhängt ist und von diesen nicht weggenommen werden kann.

Wenn sich die Bedrohung des Verlustes des eigenen Heims stellt oder ein neues Haus nicht finanzierbar erscheint, gibt es dennoch so viel Hoffnung. Es ist Gottes große Freude, uns zu zeigen, daß wir untrennbar von seiner Göttlichen Liebe sind. Je mehr wir uns dieser Liebe bewußt sind, gewinnen wir Ruhe und Stärke. Aus dieser Sicherheit heraus finden wir mit Leichtigkeit die klaren Gedanken zur Lösung dieser bedrohlichen Situation.

Das Bekommen

In Erkenntnis on 24. April 2008 at 20:53

Sehr viel im Leben hängt davon ab, was wir bekommen. Ausbildung, Job, Lebenspartner, um das Wichtigste zu nennen. Doch zu all diesem zu gelangen, wird unter den heutigen Gegebenheiten immer schwieriger. Eine Fernsehreportage zeigte kürzlich eine Zeltstadt in Kalifornien, in der nicht sozial Benachteiligte wohnten sondern Familien aus der amerikanischen Mittelschicht. In Zeiten, da sich wirtschaftlichen Verhältnisse bedrohlich ändern, ist es sinnvoll, das Thema des Bekommens aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

In der Bibel ist so häufig zu lesen, daß nur die Suche nach Weisheit den Menschen weiter bringt. Nicht, was wir an materiellen Dingen bekommen, ist wichtig, sondern was wir an Erkenntnis und Verständnis hinzugewinnen.

Die Suche nach Weisheit – nach einem Verständnis von Gott, der die universale Weisheit ist – kann nur der einzige Weg sein, der uns wirklich dorthin führt, wohin wir tatsächlich gelangen möchten.

Mary Baker Eddy, sagte über den all-weisen Gott und Seine Fähigkeit, unsere Bedürfnisse zu stillen: „God is not moved by the breath of praise to do more than He has already done, nor can the infinite do less than bestow all good, since He is unchanging wisdom and Love“ (Science and Health with Key to the Scriptures, S. 2).

Kürzlich bewies eine verwitwete Frau wie gut die Entscheidung war, sich mit ihren Nöten im Gebet an Gott zu wenden. Sie mußte ihre Lebensverhältnisse nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes drastisch neu ordnen, zog in ein kleineres Haus, reduzierte ihre Ausgaben. Dann war sie zu allem Unglück in einen Unfall verwickelt und verlor dabei ihr Auto, das sie eigentlich noch einige Jahre fahren wollte. Sie betete um Gottes Weisheit und ihre Einschätzung des Unfalls änderte sich von Verbitterung zu Dankbarkeit darüber, von den Leiden des Unfalls schrittweise befreit zu werden und sehr viel Hilfe ihrer Bekannten und Nachbarn zu erhalten – und so die Liebe Gottes durch Menschen zu bekommen.

Zu ihrem Erstaunen wendete sich noch mehr zum Besseren. So bot das Krankenhaus zusammen mit der Versicherung des Unfallgegners eine vollständige Kostenübernahme an. Dann erhielt sie Gelderträge ihres Mannes, von denen sie nichts wußte. Es gelang ist alsbald, viele als mittlerweile nutzlos erkannte Gegenstände zu veräußern und ein günstiges Ersatzauto zu kaufen. Nachdem sie wieder in ihrem Hause lebte und alle Rechnungen beglichen waren, stellte sie fest, finanziell auf sicheren Füßen zu stehen ohne daß ihr irgend etwas Materielles fehlte.

Während die Frau für eine gewisse Zeit nahezu alles verloren hatte, was zu einer gut bürgerlichen Existenz gehörte, bekam sie doch durch die Hinwendung zu Gott ein Vielfaches mehr an Erkenntnis und Weisheit darüber, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist. Innerer Frieden, Gesundheit und Wohlbefinden sind die spirituellen Reichtümer, die nicht von Schwankungen in Finanzmärkten, Geschmäckern, Orten und Zeit abhängen.

Der neue Frühling

In Problembewältigung on 21. April 2008 at 18:55

Jeder fühlt irgendwann die Notwendigkeit für Erneuerung – ob vor Abstumpfung in den alten gleichen Reaktionen auf die gleichen alten Probleme, müde durch wiederkehrende Situationen, die nach wie vor ungelöst sind, oder herausgefordert durch die vorhersehbare Probleme in Beruf oder Beziehung.

Abgewetzte Ansichten sind manchmal wie abgewetzte Schuhe. Vertrautheit läßt sie uns nur ungern ablegen. Sie sind Teil unseres Lebens. Aber wenn Sie von den gleichen alten Problemen geplagt sind und immer reagieren, wie Sie gestern und vorgestern reagierten, ist es nicht Zeit für eine neue Sichtweise?

Das Gebet hilft, den Weg für Erneuerung und Heilung zu finden. Das Gebet kann auch anhaltend Anerkennung von Gottes Gegenwart und Macht bringen, die Ihre Beziehung zu Gott, als seine spirituelle Idee, zum Vorschein bringt.

Selbst wenn Sie nicht das Gefühl haben, sehr spirituell gesinnt zu sein, können Sie darauf vertrauen, daß Gott jeden von uns liebt und trägt. Wenn man weiß, daß Er uns als vollkommen und ewig sieht, ermöglicht dieses, unsere Probleme zu lösen – unabhängig davon, ob Sie krank oder unglücklich in angespannten Beziehungen, Unmoral, Mangel oder in einer anderen Schwierigkeit sind.

Der Knoten wird gelöst und Sie erkennen Ihre spirituellen Qualitäten – wie Freude, Intelligenz, Nützlichkeit – und gewinnen Halt und Oberhand über Ihre deprimierende Situation. Es öffnet sich der Weg für neue Ideen, die ja eigentlich immer zur Hand sind. Sie stehen für unsere essentielle Natur als Gottes Schöpfung. In unserem Verhältnis zu Gott, der der Ursprung unseres Seins ist, beginnen unsere Gedanken und schaffen neue Lebenskonzepte. Sich in diesem richtigen Licht zu sehen, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Heilung und frischer Anfänge.

Mary Baker Eddy, die Christliche Wissenschaft entdeckte, beschrieb den Menschen als „idea, the image of Love; he is not physique. He is the compound idea of God, including all right ideas…“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 475).

Erkenntnis spiegelt sich in der Präsenz der richtigen Ideen, neuer Ansichten, Ergebnisse und spiritueller Erfahrungen. Mit der täglichen Suche und der Freude über neue Facetten unseres Seins beginnen negative, lang andauernde Ansichten zu verblassen. Und zusammen mit ihrem Verschwinden verlieren sich die damit verbundenen Probleme.

Es ist nützlich zu erkennen, daß wir mit Gott untrennbar verbunden sind und Seine Intelligenz reflektieren, um verwickelten Situationen zu entknoten. Solche Probleme könnten suggerieren, daß wir tief in ihnen verstrickt sind und sie uns von Gott trennten könnten. Aber das ist nicht wahr.

Uns selbst zu erkennen genauso wie Gott uns kennt, zeigt uns unsere spiritueller Natur. Diese Entdeckung unseres wahren Wertes im Licht der Liebe Gottes, ist der kontinuierliche Weg der Heilung, den Jesus ständig ging (vgl. Joh 10:37, 38).

So wir uns täglich in dieser neuen Sicht erfreuen, können wir den Propheten Jeremia in seiner Erklärung über die Zuverlässigkeit verstehen, „The Lord hath appeared of old unto me, saying, Yea, I have loved these with an everlasting love: therefore with lovingkindness have I drawn thee „(Jer. 31:3).

Durch unsere Probleme gequält zu sein, kann uns helfen, die eigenen Stärken zu erkennen. Dieses Bewußtsein ermöglicht es uns, Herausforderung anzunehmen und zu bestehen. Es ist die Chance, in vollem Umfang die erlösenden Qualitäten Gottes zu erfahren. Dann kann jeder Tag eine neue Chance bringen, mehr zu entdecken, wer wir sind, nämlich wie die Söhne und Töchter Gottes. Und diese neuen Ansichten wiederum zerstreuen endlich, was uns zu einem anderen Glauben verleiten könnte.